Windkoi

Die farbenfrohen koiförmigen Fahnen werden überall in Japan angebracht, wenn der 5. Mai – der Bubentag – näher rückt. Eltern hoffen, dass Ihre Söhne genauso stark und gesund werden wie diese Koi, die stark genug sind, flussaufwärts zu schwimmen und Wasserfälle hinunter zu stürzen.

Ein Set aus Fahnen besteht normalerweise aus drei oder mehr Koi. Der große schwarze (magoi) stellt den Vater dar. Laut eines japanischen Kinderlieds stellt der Rote den erstgeborenen Sohn dar, im modernen Japan jedoch sehen ihn viele lieber repräsentativ für die Mutter. Die kleineren (normalerweise grün und blau) stehen für die anderen Söhne der Familie. Immer wenn ein Sohn geboren wird, kommt ein WIND-KOIâ hinzu.

Der schwarze Koi ist der größte. In einem normalen Familien-Set ist er ca. 1,5 m lang. Allerdings kann er auch bis zu 10 m Länge haben. Diese hängen oft an großen Gebäuden oder Brücken, um den Bubentag zu feiern. Die ganz kleinen werden als Spielzeug oder Souvenirs verkauft.

Die Fahnen gibt es aus unterschiedlichen Stoffen und somit Preisen. Die teuersten werden aus einem sehr haltbaren Material wie beispielsweise Polyester gefertigt. Ein gutes Set kann um die € 500 kosten.

Daneben gibt es auch handgefertigte WIND-KOIâ, die dann bis zu
€ 2000 kosten können. Traditionell werden diese per Hand bemalt oder mit Gold auf reiner Seide bedruckt.

Traditionell schenken die Großeltern nach der Geburt des ersten Sohnes den Eltern ein Set der WIND-KOIâ. Diese sind meist aus guter Qualität, um sie jedes Jahr wieder verwenden zu können.

Die Tradition der WIND-KOIâ in Japan geht weit zurück. Es wird gesagt, dass Samurais in der Edo-Periode (1603-1868) die ersten WIND-KOIâ herstellten, um die Gesundheit ihrer Söhne zu sichern. Der Koi ist seitdem ein Symbol für Gesundheit und wird oft als Design-Motiv verwendet.

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